05.08.2010

Hobie Cat – Segeln zum Jahreswechsel 2010/11 ist gebucht

Vom 27.12.2010 bis zum 03.01.2011 im Aldiana Ägypten. Dabei gibt es Neues zu lernen, denn es treten Scherwinde auf. Der Scherwind ist ein starker Wind, der in einem kleinen geografischen Gebiet auftritt, während in dessen Umgebung nur schwache oder anders gerichtete Winde vorherrschen. Horizontale Scherwinde können an den Lücken von Hügelketten und großen Gebäudereihen entstehen, sowie die Folge von einem Microburst (Fallwind, bzw. vertikale Windscherung) sein, der am Boden in eine horizontale Richtung (Outflow) umgelenkt wird.

Datei:Microburstnasa.JPG

Quelle: Wikipedia

23.05.2010

Bericht zum Frühjahrstörn 2010 Südkroatien - Split

Vom 24.04. bis zum 01.05.2010

Schiff: Gib Sea 51, Name: Atola, Baujahr: 2003 mit 5 Kabinen, 5 Toiletten – grins, einem Bootshaken und Blister…

Besatzung: Frank Gerschler, Hans-Bruno Rosenberger, Norbert Käsler, Rolf Läuffer, Rüdiger Hasenknopf, Thomas Bezner und Werner Niggemeier

Segelgebiet: südliches Kroatien – Split

Der Segeltörn verlief planungsgemäß, harmonisch, Unfall- und Schadensfrei. Die Reiseroute bewegte sich durch die Inselwelt Dalmatiens mit den Stationen:
Split- Solta- Vis (Bisevo)- Lastovo- Korcula- Sveti Klement (bei Hvar) - Split.
Wir waren zu Siebt, davon 6 mit Segelerfahrung.

Zunächst ließ uns der Wind im Stich, aber ab Mittwoch wurde uns guter Segelwind beschert. Und wir hatten keinen Regentag!
Ein Höhepunkt war der Besuch der "Blauen Grotte" der Insel Bisevo bei Vis, in die wir mit dem Beiboot, paddelnd, hinein fuhren.  In der Grotte schimmert alles hellblau, man braucht da keine Lampe. Das Licht erhält die Grotte durch Unterwasser-öffnungen zur Bucht. Es ist so wunderbar, man meint sich in einem Zauberpalast zu befinden. Es heißt, diese Grotte sei schöner als die Grotte in Capri.

Das "Blister-Segel" (Ballonsegel) konnten wir zweimal fahren. Auch ohne Bergeschlauch ließ sich das Segel gut setzen und bergen.
Beim Vercharterter "Pitter-Yachting" waren sie alle freundlich und zuvorkommend..
Ein Crewmitglied, welches bereits am Freitag anreiste, ließen sie kostenlos in einem anderen Schiff übernachten Die Yacht, eine geräumige GibSea 51, befand sich in gutem Zustand. Sie wurde vor Übernahme und nach unserer Wiederankunft nach Schäden am Unterwasserschiff  abgetaucht!
Für geringe Verluste an Geschirr, welches uns zerbrochen war,  verlangten sie keine Entschädigung. 

Wir waren am Hotel Solitude-Liegeplatz in Lastovo der einzige Gastlieger, das Hotel-Restaurant eröffnete zum ersten Mal in dieser Saison, so dass wir nur eine begrenzte Speisenauswahl hatten.
Die Reisezeit war gut, in jedem Hafen fanden wir ausreichend Liegeplätze vor.
Das beste Frischfischangebot fanden wir in Maslicina auf der Insel Solta.

Der uns die ersten Tage fehlte:

Die Bora (griechisch μπόρα, „kalter Windstoß“, „kalter Regenguss“, von Boréas, wörtlich „der Nördliche“; kroatisch Bura; slowenisch Burja) ist ein trockener, kalter und böiger Fallwind zwischen Triest, sowie der Kvarner Bucht und der istrischen, dalmatinischen und montenegrinischen Adriaküste. Winde vom Bora-Typ gehören mit ihrer Häufigkeit und ihren hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten, vor allem zwischen Triest und der Nordwest-Küste Kroatiens sowie in Teilen Süddalmatiens und Montenegros zu den stärksten der Welt. Spitzengeschwindigkeiten einzelner Böen erreichen hier Werte von bis zu 250 km/h.

Bora-Winde gehen von einem aus dem Polargebiet wandernden, starken Kaltluftausbruch, die an der 500-hPa-Fläche als Tröge um 10° bzw. 20°E und am Boden als nördliche oder nordöstliche Windströmungen zum adriatischen Küstengebiet in Erscheinung treten, hervor. Vom synoptischen Standpunkt ist die regionale Beschränkung durch die topographischen Bedingungen vorgegeben. Als Randerscheinung des winterlichen Hochdruckgebiets über Zentralasien ist die makroklimatische Form des Kaltluftabflusses mit der Gebirgsumrahmung im Adriabeckens durch die Dinariden eng verbunden.

Das Wort Bora leitet sich vom griechischen Boreas ab, dem Gott der Nordwinde. Da ein starker Nordwind die persische Flotte vor Athen vernichtete, war er hier Schutzpatron und wurde in einem eigenen Athener Tempel kultisch verehrt. Er galt als der mächtigste Windgott, weshalb er auch für den gefürchteten Orkanwind Bora Pate stand. Der Term bedeutete ursprünglich „Wind aus den Bergen“ und hat mit der Kälte des Fallwindes zu tun. So war die Bora lange Zeit der Prototyp katabatischer Winde.

Von der Bora geprägte Karstlandschaft nahe dem Velebitmassiv

Es gibt zudem verschiedene Sondernamen für eine Bora. Die Bora scura ist ein Bora bei trüber Sicht. Der Borino ist eine schwache Bora in der Gegend von Triest, während die heftigen Stöße der Bora dort Reffoli genannt werden. Ein Borasco ist heftiger Wind, meist von Gewittern begleitet, über dem Mittelmeer. Ein Levantera ist eine Bora, die in Istrien aus Richtung Osten kommt und bei bewölktem Wetter auftritt.

Quelle: Wikipedia

05.01.2010

Zum Jahreswechsel Hobie Cat – Segeln auf Djerba



Stellt euch vor eine 46er Yacht ist ein Omnibus, dann ist so ein Cat ein Düsenjet und so sind auch die Unterschiede in der Reaktionszeit. Nachdem ich 1996 mit so einer Kiste oberhalb von Puerto Manati (Atlantikseite von Cuba) schon mal durchgekentert bin, habe ich dieses Mal die Organisation geändert. Am ersten Tag Schnuppersegeln, am 2ten Tag Profitraining durch einen Segellehrer und ab dem dritten Tag Selbstfindung – grins. Ein Durchkentern war übrigens mit diesen Cats (Schwimmer am Mast) nicht möglich. Übrigens gab es 24° bis 28° Luft- und 17° bis 19° Wassertemperaturen, also für die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester okay und ab heute steh ich wieder auf meiner Schneefräse…

06.11.2009

Patientenverfügung für den Segeltörn



Hier nun der versprochene Link zur Patientenverfügung. Ich habe auch meine neue Erste-Hilfe-Tasche mit einem Blutdruckmessgerät ausgestattet. Diese Dinger gibt es sogar als Werbegeschenke… Solltet Ihr weitere Erfahrungen gemacht haben, die für die Vorsorge beim Törn notwendig sind, dann bitte ich um eure Beiträge. Man lernt ja als Freizeit-kapitän von Halbjahr zu Halbjahr immer mehr dazu.

08.10.2009

Bericht zum Herbsttörn 2009

Vom 26.09. bis zum 03.10.2009

Schiff: Beneteau 43,4 Name: BLONDIE, Baujahr 2008 mit 4 Kabinen, Bugstrahlruder und weiterem Schnick-Schnack - grins.

Besatzung: Roswitha Geissen, Eva-Maria Geissen, Thomas Bezner, Hans Rosenberger, Hagen Dorn, Rüdiger Hasenknopf

Segelgebiet: Kykladen

Video Teil 1

Video Teil 2

Im Törn haben wir gelernt, dass auch eine Patientenverfügung für jedes Crewmitglied und eine gute Auslandsversicherung mit Krankenrücktransport sehr notwendig ist.

Der ADAC ist nach meiner Meinung dazu die beste Wahl. Hier wird nicht geflunkert und fadenscheinige Gründe vorgegeben. Der Begriff “medizinische Notwendigkeit” wird erst bei wirklicher Anwendung richtig begriffen. Eine Patientenverfügung für Crews wird derzeit vorbereitet und demnächst hier veröffentlicht.
Wichtig ist es auch internationale Notfall-Rufnummern zu kennen und für alle sichtbar zu dokumentieren, die Akkus der Handys immer aufzuladen und Standardtexte (IMO-Standardrede-wendungen vom BSH ISBN 3-89871-042-4) vorzubereiten. Bei Notfällen tritt dadurch keine Hektik auf. Stellt euch nur mal vor, auf Kanal 16 antwortet einfach niemand.

Jetzt zum Tatbestand…   

Am 23.09.09 zeigte unser ältester Mitsegler und Hauptorganisator unserer bisherigen Törns einige Schwächeanfälle. In der Nacht zum 24.09. kam dann das ganz große Erwachen. Das verantwortliche Crewmitglied für den Funk erreichte niemand auf dem Kanal 16… – auf Deutsch der Funk war nicht besetzt!, das beauftragte Crewmitglied für den internationalen Notruf über Mobilfunk hatte nur eine Dame am Telefon die kein Englisch verstand…, wunderbar – jetzt die Frage – was tun. Wir haben dann über die griechische Küstenwache Leute gefunden die uns helfen konnten. Nach endlosen (75 Minuten) telefonieren kam dann die Zusage; “In ca. 20’ ist das Schnellboot da.” Seltsamerweise waren es nur 18 Minuten. Unser Hans wurde dann nach Mykonos gefahren. Dort wurde Gott sei Dank festgestellt, dass in diesem Krankenhaus kein Pflasterkleber helfen kann und er wurde mit einer Militärmaschine nach Athen geflogen. Wir segelten dann von Mykonos nach Lavrion (86 SM) innerhalb eines Tages zurück um die weiteren Maßnahmen zu kontrollieren. Unsere liebe Eva aus unserer Crew hat inzwischen nächtelang als Nachtschwester fungiert. Es gibt in den südlichen Ländern nicht automatisch eine Krankenschwester. Eva hat nach meinem Erkenntnistand sehr große Leistungen in diesem Kaotenkrankenhaus geleistet. Nach Rücksprache mit der deutschen Botschaft, wollte doch tatsächlich dieser … eine Unterschrift von einem nicht ansprechbaren Crewmitglied. Was gibt es doch für Pappnasen. Auf jeden Fall haben wir eine private Krankenschwester organisiert und anschließend die Verlegung in eine Privatklinik. Jetzt ist unser Hans wieder in Deutschland und auf dem Weg der Besserung.

Als krönenden Abschluss haben wir uns auch noch diesen Tampen in der Schraube eingefangen, so ist das Leben.

09.05.2009

Frühjahrstörn 2009 “Kanarische Inseln”

Vom 26.04.09 bis zum 02.05.2009

Schiffsname: TRITON – Bavaria 46 Cruiser

Besatzung: Hans Rosenberger, Thomas Bezner, Rüdiger Hasenknopf, Werner Niggemeyer, Hans-Dieter Knorn, Kurt Epple

Segelgebiet: Kanarische Inseln – Gran Canaria – Teneriffa – La  Gomera – Teneriffa

Streckenlänge: 186 sm

 

Man sollte doch meinen, dass es das Segeln sei, welches uns bei der Ausübung unseres Hobbys den größten Respekt und die meiste Aufmerksamkeit abverlangt. Doch weit gefehlt. Am meisten Muffensausen haben wir vor dem An- und Ablegen, vor allem bei viel Wind… (Ausgabe 10/2009 Yacht, ab Seite 28 – einfach auf das Bild linke klicken und den ganzen Beitrag runterladen.)

Römisch-katholisch Schritt für Schritt

Hafenmanöver: Mit dem Heck an die Pier, bei Seitenwind ablegen. Alle wichtigen Situationen in der ausführlichen Anleitung

Viele Schäden an Charteryachten entstehen durch verpatzte An- und Ableger. Doch mit nur ein wenig Wissen und etwas Übung sind die häufigsten Fehler vermeidbar.

Die Gasse ist schmaler als die Yacht lang ist. Wie kommt man hier heraus? Antworten in der YACHT.
Das Rückwärts-Anlegen ist das Standard­manöver im Mittelmeer. Egal ob mit Muring oder Anker, die Handgriffe am Heck zum Festmachen sind dieselben, einzig der Anlauf unterscheidet sich. Denn sind Muringleinen vorhanden, ist es fast egal, von welcher Richtung die Lücke an der Pier angelaufen wird. Oder anders ausgedrückt: Murings erlauben es, den Liegeplatz den äußeren Umständen entsprechend anzusteuern. Das heißt: unter Berücksichtigung des Manövrierraums, der Windrichtung und -stärke, des Stromversatzes sowie des Rad­effektes. Wobei Letzt­genannter heute bei Yachten mit Saildrive meist vernachlässigbar ist.
Auch das Anlegen unter Einsatz des Ankers unterscheidet sich im Ablauf an der Pier kaum, einzig die Anlaufmöglichkeiten des Liegeplatzes sind durch den festgelegten Ankergrund eingeschränkt.
Da die Handgriffe stereotyp sind, macht es Sinn, sie lehrbuchmäßig zu pauken. In Schritt-für-Schritt-Anleitungen erklären wir das Wesentliche für eine Crewstärke von drei Personen – Steuermann plus zwei Mitsegler.

Ziel war der (Übernahme aus Wikipedia) Passat…

Man unterscheidet hierbei zwei Passate mit unterschiedlichen Hauptwindrichtungen:

Die Richtung, aus der ein Wind weht, verleiht ihm den Namen. Der Nordost-Passat weht also aus nordöstlicher, der Südostpassat aus südöstlicher Richtung.

Innertropische Konvergenzzone

Zwischen den Passatzonen liegt die innertropische Konvergenzzone, in der der Wind meist schwach und aus unterschiedlichen Richtungen weht (siehe Walker-Zirkulation).

Der Passat ist meist ein trockener Wind, doch kann er je nach Beschaffenheit der überstrichenen Erdoberfläche auch andere Eigenschaften haben. Weht er über Wasserflächen, kann er viel Feuchtigkeit aufnehmen und bringt als auflandiger Wind den Küstengebieten hohe Niederschläge. Überstreicht er jedoch große Landmassen, bleibt sein Feuchtigkeitsgehalt sehr gering und er verursacht trockenes Klima.

Entstehung der Passatwinde: Grundprinzipien [Bearbeiten]

Äquatornah steht die Sonne tagsüber höher (bis zu 90° Einstrahlungswinkel, d. h. Stand im Zenit) und erwärmt dadurch die Luft über dem Boden sehr stark, obwohl die Tage nur 12 bis maximal 13,5 Stunden lang sind. Die erwärmte Luft verliert an Dichte und steigt auf, wodurch darunter (entlang der so genannten innertropischen Konvergenzzone - ITC) über dem Erdboden eine „Tiefdruckrinne“ entsteht.

Beim Aufsteigen kühlt sich die Luft adiabatisch ab, so dass Wasser kondensiert (Wolkenbildung) und oft heftige Gewittergüsse niedergehen. Über die Verdunstung am Boden und die Kondensation in der Höhe, die Wärme freisetzt, wird zusätzliche Wärmeenergie von der Erdoberfläche in die Höhe befördert. An der Tropopause (in etwa 15–18 Kilometer Höhe) strömt die Luft nach Norden und Süden vom Äquator weg. Dabei kühlt die Luft zwar weiter ab, bleibt aber im Vergleich zu den Luftmassen der höheren Breiten dennoch relativ warm. Durch die Temperaturschichtung von der sehr warmen, aus der ITC stammenden Luft über der vergleichsweise weniger warmen Luft der höheren Breiten entsteht die stabile Passatinversion, die den vertikalen Luftaustausch weitgehend verhindert. Bei der Bewegung polwärts werden die Luftmassen auf einen engeren Raum zusammengedrängt, weil sich die Meridiane vom Äquator bis zu den Polen einander immer weiter annähern (zum Vergleich: Abstand zweier Meridiane am Äquator rund 111 km, beim 30. Breitengrad rund 96 km). Diese räumliche Einengung drängt auch die Luftmassen zusammen und zwingt sie näher Richtung Boden. Ein Großteil der polwärts strömenden Luftmassen sinkt im Bereich um ca. 30° Nord bzw. 30° Süd ab. Dadurch entstehen in diesen Regionen stabile Hochdruckgebiete. Beim Absinken erwärmt sich die Luft.

Erdrotation

Die aus dem Hochdruckgebiet ausströmende Luft folgt nun wieder dem Luftdruckgefälle, Hauptströmungen wehen daher zur Äquatorialen Tiefdruckrinne. Diese Winde sind relativ stabil, jedoch werden sie aufgrund der Erdrotation zu leicht östlichen Winden abgelenkt, nämlich auf der Nordhalbkugel in Strömungsrichtung nach rechts und auf der Südhalbkugel nach links. So entstehen die Nordost- respektive Südost-Passate, die sich allerdings im Jahreslauf verändern (siehe unten). Diese Winde sind in ihrer Richtung, Stärke und in Temperatur- und Niederschlagsverhältnissen so charakteristisch, dass sie schon früh namentlich bezeichnet und ihre Entstehung untersucht wurden.

Das Zusammenströmen der Passate gibt der Innertropischen Konvergenzzone ihren Namen.

Die Einordnung der Passatwinde in globale Windsysteme ist beschrieben unter Planetarische Zirkulation.

Tschüss euer Rüdiger